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Husten durch contaminiertes Heu

Kategorien: Fallberichte

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Brigitte und Walter Salomon

Seit zwei Jahren therapieren wir einen 17-jährigen Isländer mit rezidivierendem Husten, der sporadisch auftritt und manchmal produktiv ist. Im Sommer steht das Pferd auf einer Weide mit Unterstand. In dieser Zeit ist der Husten weg. Im Winter ist er in einem Offenstall untergebracht. Die äußeren Umstände sind nicht zu beanstanden. Trotzdem immer wieder Husten. Die Therapie mit Sanum-Präparaten zeigte jedesmal Erfolg, der aber nicht dauerhaft anhielt. Wir hatten das Heu in Verdacht und inspizierten die Scheune. Im Heu war kein Schimmel sichtbar, auch die Lagerung erschien in Ordnung, es war auf Plastikplanen (darunter Paletten) gelagert, um eventuelle Feuchtigkeit abzuhalten. Auch an Wänden und Decke der Scheune war nichts zu entdecken.
Als der Husten in diesem Winter wieder auftrat, ließ die Besitzerin auf unser Anraten hin, das Heu untersuchen. Das Ergebnis war verblüffend. Stark erhöhte Zahl der Pilze Aspergillus spp., Penicillinum spp. und Wallemia.
Die Symptome sind bei beiden Pilzen ähnlich:

  • Überempfindlichkeit Pneumonitis
  • Lungenentzündung
  • Beeinträchtigung der Lungenfunktion
  • Kurzatmigkeit
  • Müdigkeit
  • Gewichtsverlust
  • Husten

Schon wenige Tage nach Weglassen des verschimmelten Heus wurde der Husten besser.