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Akupressur und Kraniosakraltherapie bei Gebärparese bei einer Kuh

Kategorien: Fallberichte

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Eingesandt von Helena Oakley, energetische Pferdeosteopathin 2014

Ich wurde zu einer festliegenden Kuh gerufen. Diagnose des Tierarztes: Gebärparese.Blutwerte: GOT und Kreatinin-Kinase erhöht, Calcium, Phosphor und Magnesium erniedrigt.

Anamnese:

Dritte Geburt. Die erste Geburt normal, Zwillinge. Bei der zweiten Trächtigkeit kam es nach 5 ½ Monaten zu einer Totgeburt von Zwillingen.

Vor drei Tagen erneute Geburt von Zwillingen. Die Kuh stand nach dem Kalben selbständig auf, kam aber nach dem ersten Abliegen nicht mehr auf die Beine. Erstbehandlung intravenös Phosphor und Calcium. Weitere Medikation: Calcium und Phosphor oral.

Nach drei Tagen wurde ich gerufen. Heidi lag in der Abkalbungsbox, nicht in der Lage selber aufzustehen. Sie wurde täglich mit dem Frontlader aufgerichtet. Allgemeinzustand auf dem ersten Blick: Normal liegend, normales Verhalten inkl. Wiederkäuen wenn auch ruhiger/weniger intensiv. Die Augen waren leicht aufgeregt, das Weiß im Auge sichtbar (Stresszeichen).

Da ein normaler Behandlungsablauf bei einer liegenden Kuh nicht möglich ist, habe ich improvisieren müssen, bis der Besitzer die Kuh mit dem Frontlader hochgehoben hat, so dass sie stehen konnte. Ich musste mich auf osteopathische und energetische Techniken beschränken, da die Besitzer Homöopathie aus religiösen Gründen ablehnen.

Ich begann mit Akupressur des Notfallpunktes GG 26, mehrere Minuten lang.

Die Energiemassage (KG und GG) war nur am Rücken möglich. Das Konzeptionsgefäß tonisierte ich mental. Das Gürtelgefäß Dai mai tonisierte ich über den Einschaltpunkt Gbl. 41.

Die Palpation ergab Triggerpunkte im Bereich HW 2 (Dü 16). Der Dü 16 weist bei Schmerzhaftigkeit auf starke Muskelschmerzen und Lahmheit der Hinterbeine hin. Bis der Besitzer zum Aufrichten der Kuh kam, habe ich Occiput-Release durchgeführt. Hier zeigte das Tier erste Anzeichen, aufstehen zu wollen. Aber die Hinterhand war völlig kraftlos, aufstehen war nicht möglich. Sie „robbte nur etwas vorwärts.

Ich arbeitete weiter cranial mit der CV-4-Technik. Kopf und Hals wurden warm, die Atmung war anfangs schwer und heftig, wurde aber kurz darauf ruhig. Beim Lösen des Tentorium cerebelli wurde die Kuh sehr ruhig. Ich hatte den Eindruck, sie überlege, was gerade passiert. Sonstige craniosacrale Techniken „lehnte sie ab“.

Nach dem die Bäuerin kam, konnte ich die Halswirbel korrigieren. Der Axis war stark blockiert. Der Test der Alarmpunkte ergab Unterenergie im Magen,- Leber,- und Milz-Meridian. Blasen,- Dünndarm,- und 3E-Alarmpunkt konnte ich wegen des großen Euters nicht testen.

Sobald die Kuh mit Hilfe des Frontladers stand und sich erst 10 Minuten gesammelt hatte, habe ich mit Hilfe des Besitzers die Hüftrotation korrigieren können. Mit der Bäuerin als Surrogat habe ich die Wirbelsäule getestet. Das Haupt-Problem war der lumbosakrale Übergang.

Als energetische Therapie wählte ich den „großen Kreislauf“ (Tonisierung aller Meridiane), was die Kuh sichtlich genoss.Am nächsten Tag rief die Besitzerin an, um mir mitzuteilen, dass die Kuh allein und ohne Schwierigkeiten aufgestanden sei. Seitdem steht sie problemlos auf.

Beim zweiten Besuch nach vier Tagen ging es ihr nun so viel besser dass ich sie sogar anbinden musste. Die Behandlungen, wie die Alarmpunktkontrolle und Tonisierung der Meridiane hat sie ohne ein Zeichen von Widerwillen erlaubt. Nun ist sie wieder in der Herde integriert. Das erste was sie gemacht hat, als sie wieder in den Boxenlaufstall kam, war zu der automatischen Bürste hinzugehen um sich zu pflegen!